09. Januar 2012
„Carrefour Market“ optimiert die Umweltverträglichkeit ihrer Kälteanlage mithilfe einer umweltfreundlichen Lösung
Die Geschäftsleitung von „Carrefour Market“ hatte von Anfang an nach einer Lösung zur Optimierung der CO2-Bilanz in der brandneuen Filiale in Jacques Cœur (Montpellier/Frankreich) gesucht. Um diese Herausforderung zu bewältigen, hat der Anlagenbauer Teissonnière mit Unterstützung von Danfoss eine R134a/CO2-Kaskadenanlage installiert.
In den letzten Jahren hat sich der Umweltschutz zu einem wichtigen Anliegen aller Unternehmen entwickelt. Aus diesem Grund hat die Geschäftsleitung von „Carrefour Market“ den Wunsch nach einer ökologischen Lösung in das technische Konzept für die neue Filiale in „Jacques Cœur“ (Montpellier/Frankreich) aufgenommen. Auf diesen ausdrücklichen Wunsch von „Carrefour Market“ nach einem ökologischen Konzept hat Teissonnière eine Kälteanlage gemäß den speziellen technischen Vorgaben von Carrefour entwickelt, die auf eine maximale Umweltverträglichkeit abzielen. Deshalb hat das Unternehmen erstmals eine R134a/CO2-Kaskadenanlage installiert. Das Kältemittel R134a versorgt die NK-Kühlräume und -möbel während das CO2 die Kühlung der TK-Kühlräume und –möbel in beiden Fällen über elektronisch geregelte Expansionsventile übernimmt.
R134a hat den Vorzug vor R404a erhalten, weil es ausgezeichnete thermodynamische Eigenschaften besitzt und ein geringeres Treibhauspotenzial (Gobal Warming Potential = GWP) aufweist.Auch das CO2 steht im besten Einklang mit den besonderen technischen Vorgaben. Es überzeugt als natürliches Kältemittel mit geringem Ozonabbaupotenzial (ODP) und einem GWP von 1. Bernard Abrax, der Geschäftsführer von Teissonnière, ist außerdem vom exzellenten volumetrischen Wirkungsgrad des CO2 begeistert, der kleinere Rohrleitungsdurchmesser ermöglicht, was angesichts drastisch steigender Kupferpreise einen beträchtlichen Vorteil darstellt und auch eine geringere Kältemittelfüllmenge bedeutet. CO2 bietet eine hohe Energieeffizienz – und das zu einem günstigeren Kaufpreis als andere HFKW-Kältemittel.
Doch ganz gleich, wie reizvoll der Einsatz von CO2 auch sein mag, die Handhabung dieses Kältemittels ist durchaus anspruchsvoll. Als wesentliche Herausforderung beim Ersatz erweist sich der hohe kältemittelbedingte Betriebsdruck. Da die Verwendung von CO2 zurzeit eher noch die Ausnahme ist, sehen sich die Anlagenbauer mit dem Problem konfrontiert, dass es keine besonders große Auswahl bei den Komponenten gibt. Auch deshalb hat sich Teissonnière bei diesem Projekt für eine Zusammenarbeit mit Danfoss entschieden, da der dänische Konzern komplette CO2-Lösungen anbietet und über reichlich Erfahrung mit der Entwicklung von CO2-Anlagen verfügt. Das Team von Danfoss hat zur erfolgreichen Umsetzung des Projekts beigetragen, indem es Teissonnière bei der Auswahl der geeigneten CO2-Geräteausstattung und bei der optimalen Auslegung und Einstellung der Kälteanlagen umfassend beraten hat.
Aus diesem Grund wurde auch das ADAP-KOOL® Regelsystem von Danfoss ausgewählt. Die beiden Verbunde wurden mit Verbundreglern vom Typ AK-PC (AK-PC 840 für die Kühlräume und -möbel und AK-PC 740 für die Tiefkühlung) ausgestattet, die einen variablen Hochdruck ermöglichen und die AKD-Frequenzumrichter regeln, um die Leistung an den Kühlbedarf anzupassen und auf diese Weise den Energieverbrauch der Verbundanlagen zu reduzieren. Der AK-PC regelt zudem die Verflüssigerlüfter. Somit tragen sie zur Verringerung des Geräuschpegels der Kälteanlage bei. Das ist ein ganz entscheidender Aspekt, denn der Maschinenraum liegt nur zwölf Meter von den direkten Anwohnern entfernt.
Zur Regelung der Kühl- und Tiefkühlmöbel wurden in beiden Anlagen elektronische Expansionsventile vom Typ AKV installiert. Gesteuert werden diese Ventile von den Reglern des Typs AK-CC 550 für den R134a-Kühlkreis bzw. AK-CC 550A, die speziell auf die Regelung von CO2-Tiefkühlanlagen ausgelegt sind. Die Regelung mithilfe von elektronischen Expansionsventilen ermöglicht eine optimale Befüllung der Verdampfer, weil die Anpassung der Überhitzung adaptiv erfolgt. Jahreszeitlich bedingte Temperaturschwankungen (Sommer/Winter) werden von der Anlage optimal ausgeregelt.
Fazit
Die Anlage ist jetzt seit einem Jahr in Betrieb und das Projekt hat sich für den Anlagenbauer als eine sehr positive Erfahrung erwiesen. Die Wartung der Anlage entspricht dem Aufwand bei einer HFKW-Kälteanlage. Bernard Abraw geht davon aus, dass der Umgang mit einer CO2-Kälteanlage mit der Handhabung herkömmlicher Anlagen vergleichbar sein wird, sobald die Lernphase abgeschlossen ist. Eine stärkere Nutzung und bessere Verfügbarkeit von CO2 als Kältemittel ist somit wohl nur noch eine Frage der Zeit.
Kontakt:
Danfoss GmbH
Carl-Legien-Str. 8
D-63004 Offenbach/Main
www.danfoss.de
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