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Siebdruck



Der Siebdruck



Allgemeine Informationen zum Thema Siebdruck:

ist ein Verfahren, bei dem die Farbe mit einem Rakel auf den Stoff (z.B. Metalle, Textilien, Papiere, Kunststoffe etc.) gedruckt werden. Es wird im Bereich der Werbung und Beschriftung eingesetzt, aber auch für industrielle Anwendungen, im Textildruck und Siebdruck oder für sonder Drucke.

Im Vergleich zu anderen Druckverfahren ist ist die Geschwindigkeit des Siebdruckes sehr gering, das Siebdruckverfahren wird deshalb oft für den Druck von kleineren Aufträgen verwendet. Die Vorteile des Siebdruck 'es liegen darin, auf verschiedene Gewebe können sehr viele verschiedene Farbsorten verdruckt werden. Das Format kann in der Druckerei hierbei mehrere Meter betragen.

Eine Druckerei ist eine Firma zur Herstellung von Druckerzeugnissen. In einer Druckerei werden Bücher und andere Printmedien hergestellt. Dabei können unterschiedliche Druckverfahren in der Druckindustrie z. B. der Siebdruck angewandt werden.

Siebdruck Geschichte


Der Siebdruck leitet sich von der Schablonentechnik her. Schon in Höhlenmalereien fand man schablonierte Hände, deren Umrisse mit Hilfe eines Blasrohrs und Pigmenten auf die Felswand aufgesprüht wurden. Schon zu Beginn unserer Zeitrechnung wurden im Mittelmeerraum aus Holz gefertigte Schrift- und Dekorationsschablonen eingesetzt. Im 15. und 16. Jahrhundert bildete sich der Beruf des Schablonenschneiders und -druckers heraus.
In China und Japan wurde das Schablonenverfahren seit jeher in der Stoffdekoration angewannt.
Die Japaner verfeinerten die Technik und kamen mit ihren Stofffärberschablonen dem späteren Siebdruckverfahren sehr nahe. Schon im 17. Jahrhundert waren Papierschablonen bekannt, deren Motive durch Haare oder Seidenfäden stabilisiert worden waren. Allerdings wurden die Textilien meist im Negativdruck mit einem stärkehaltigen Auftrag bedruckt, der den später eingefärbten Stoff an den bedeckten Stellen vor der Einfärbung bewahrte und danach wieder herausgelöst wurde, ähnlich dem Batikverfahren.
Im Jahre 1853 wurden auf den Weltausstellungen japanische Textilien gezeigt und sehr bewundert. Kurz darauf begannen die Engländer und auch die Franzosen erstmals mit Seidengewebe bespannte Holzrahmen mit einer Schablone aus imprägniertem Papier für den Stoffdruck zu verwenden.
1907 ließ sich der Engländer Samuel Simon das Verfahren patentieren. Bei den Amerikanern trat als künstlerisches Ausdrucksmittel der Siebdruck als erstes in Erscheinung, wo er seit den 1930er Jahren besondere Anerkennung auf dem Kunstmarkt erfuhr.
Erst nach dem Zweiten Weltkrieg eroberte der Siebdruck den kunstgrafischen Bereich in Europa. In Frankreich war Einführung des Siebdrucks sehr willkommen, da einige Künstler schon begonnen hatten, in Schablonentechnik zu arbeiten, um Grafiken zu kolorieren oder Gouachen zu reproduzieren. Durch den Einfluss der Pop-Artisten erfuhr der Siebdruck in den 1960er Jahren einen weiteren internationalen Aufschwung. Als bevorzugtes Medium für die Vertreter der Op-Art, avancierte der Siebdruck in den späten 1960er und 70er Jahren zum beherrschenden kunstgrafischen Verfahren.

Neben den klassischen Druckverfahren Tief-, Hoch-, und Flachdruck etablierte sich im 20. Jahrhundert ebenso der Siebdruck, sowohl im künstlerischen als auch im kommerziellen Bereich. Das Prinzip des Siebdrucks basiert auf der Schablonentechnik. Die Druckform bleibt an den zu druckenden Stellen farbdurchlässig. Nicht zu druckende Teile werden abgedeckt. Die Farbübertragung geschieht mittels einer Gummirakel. Die Farbe wird dabei durch die offenen Partien des Gewebes auf das Papier oder einen anderen Druckträger presst. Die Eigenschaften des Siebdrucks haben ihn für viele Künstler zu einem attraktiven neuen Medium gemacht. Der Begriff "Serigraphie" bezieht sich auf das ursprüngliche Bespannmaterial der Siebe, das inzwischen durch synthetische Gewebe ersetzt wurde.

Siebdruck Technik


Der Siebdruck ist ein Durchdruckverfahren: die Farbe wird durch die Druckform gedruckt. Die Anfertigung der Druckform: Das Siebgewebe wird stellenweise undurchlässig gemacht, entweder durch manuelles Abdecken oder durch photochemische Techniken. Eine einfache Methode ist, an der Siebunterseite präparierte Papiere oder Schneidefilme zu befestigen, aus denen das Motiv scherenschnittartig herausgearbeitet wird. Eine andere Variante ist das Block-out-Verfahren. Dabei wird mit einer Füllflüssigkeit auf das Sieb gezeichnet, um alle bildfreien Stellen des Gewebes zu schließen.

Als Druckfarben dienten ursprünglich Ölfarben, inzwischen aber auch wasserlösliche Farben. Durch ein partielles Übereinanderdrucken transparenter Farbschichten kann man in nur wenigen Druckgängen ein überraschendes Ergebnis mit 6 Druckfarben bis zu 63 verschiedenen Tönen erziehlen.
Für den Druck wird das Sieb auf dem Drucktisch befestigt, das Papier darunter platziert und das Sieb gesenkt, so dass es sich in einem Abstand von ca 1-6mm parallel zum Druckträger befindet. Mit einer Gummirakel wird dann die auf das Sieb gegebene Farbe durch die geöffneten Stellen des Gewebes gedrückt. Nun wird das Sieb angehoben, frisch mit Farbe überzogen und ein neues Blatt eingelegt. Die fertigen Drucke trocknen auf einem Trockengestell.

Die heute üblichste und meist verbreitete Methode ist die photochemische Übertragung zuvor gefertigter, transparenter Positivfilme:

Dabei wird das Sieb mit einer lichtempfindlichen Emulsion bestrichen, getrocknet, mit UV-Licht bestrahlt und ausgewaschen. Der Positivfilm liegt während der Belichtung mit dem Druckmotiv zwischen dem Sieb und der Lichtquelle. Die nicht belichteten Stellen der Emulsion werden ausgewaschen. Der Positivfilm kann wiederum sowohl manuell, als auch mittels der Photographie hergestellt werden. Bei allen beschriebenen Verfahren gilt jedoch, dass pro Druckfarbe ein Sieb angefertigt wird und Tonwerte nur entweder durch zahlreiche Druckgänge verschiedener Farbabstufungen oder mit Hilfe einer Rasterstruktur wiedergegeben werden können.

Siebdruck ist die klassische Form der Textilveredlung. Für jede Farbe wird ein Film angefertigt, welcher mittels eines fotochemischen Prozesses wird das Druckmotiv auf das Sieb gebracht. Beim Druckvorgang wird die Farbe durch die Maschen des Siebes auf das Textil gebracht.
 
 
 
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