Die
Metallurgie (auch als Hüttenwesen benannt) stellt die Gesamtheit aller Verfahren zur Gewinnung und Nutzung von
Metallen, Halbmetallen und Nichtmetallen dar. Als
Hüttenwerksanlagen bezeichnet man Anlagen zur Verhüttung von
Erzen,
Erden,
Salzen und
Altstoffen.
Der Begriff Hüttenwesen ist aber breiter gefasst, denn verhüttet werden können auch
Lithium (bekannt aus der Handybatterie),
Titan (bekannt aus der Uhren- und Werkzeugherstellung) sowie
Kobalt und
Beryllium.
Relativ modern ist die Verhüttung von
Altmetallen, hierzu sind eher bescheidenere Hüttenwerksanlagen notwendig, die nicht mehr um große Kohlevorkommen herum gebaut werden müssen, sondern verkehrsgünstig an das Schienennetz, Schiffsnetz oder Straßennetz gebaut werden.
Das Wort "verhütten" stammt von der ursprünglichen Verfahrensweise. Früher wurden hüttenähnliche Gebäude genutzt in denen die teils sehr hohen Schmelztemperaturen erzeugt wurden. In der Bronzezeit waren es bescheidene Lehmhütten. Erst viel später konnten die heute bekannten großen Hüttenwerksanlagen gebaut werden die für den Aufschwung ganzer Regionen verantwortlich waren. Das Ruhrgebiet in Deutschland ist auch heute noch das größte und bekannteste Gebiet für
Steinkohleförderung,
Stahlindustrie und Montanindustrie. Alte Zechen, wie z.B. die Zeche Zollern in Dortmund, sind als Weltkulturerbe erhalten geblieben und auch bekannte Firmen wie z.B. Thyssen Krupp, Degussa oder die RAG Aktiengesellschaft haben auch heute noch ihren Sitz im Ruhrgebiet, dem größten Produktionsstandort in Deutschland.
Wichtige Komponenten in Hüttenwerksanlagen sind unter anderem
Hochofenanlagen,
Schmiedeanlagen und
Walzwerkmaschinen. Aber auch
Förderanlagen gehören zum Gesamtbild einer Hüttenwerksanlage.