Gummiverarbeitung Bei
Gummi handelt es sich um einen elastischen
Werkstoff, der uns in vielen Alltagsgegenständen begegnet. Ob
Autoreifen,
Dichtungen,
Schläuche oder
Sportartikel – Gummi ist aus der heutigen Welt nicht mehr weg zu denken.
Unter
Gummiverarbeitung versteht man die einzelnen Produktionsschritte, die bei der Herstellung von
Gummiteilen ausgeführt werden. Zu den Arbeitsschritten gehören in erster Linie die
Mischungsherstellung, die
Formgebung und die
Vulkanisation.
Der Grundstoff für Gummiprodukte ist die Gummimischung. Sie besteht in erster Linie aus
Kautschuk, einem Füllstoff (z.B. Ruß),
Schwefel und anderen
Chemikalien. Welche Kautschukart und welche Chemikalien verwendet werden, hängt vom Einsatzgebiet des Fertigprodukts ab. Bei der Vulkanisation, die in der Regel unter Zufuhr von Wärme und Druck erfolgt, wird die plastische Gummimischung zum elastischen Gummi.
In der Gummiverarbeitung kommen verschiedene Fertigungstechniken zum Einsatz. Dazu gehören beispielsweise das
Kalandrieren und
Extrudieren.
Beim Kalandrieren läuft die vorgewärmte Gummimischung durch einen
Kalander der aus mehreren Walzen besteht. Die warme Mischung wird durch die rotierenden
Kalanderwalzen ausgewalzt. Dieses Verfahren verwendet man entweder, wenn man
Gummifolien herstellen, oder Trägerbahnen (z.B. Cordbahnen) mit der Gummimischung beschichten will. Diese Verfahrenstechnik wird zum Beispiel in der
Reifenherstellung, aber auch in der
Textilindustrie (beispielsweise Regenjacken) verwendet.
Beim Extrudieren werden beispielsweise Endlosprodukte wie
Türdichtungen oder
Schläuche hergestellt. Die Erwärmung der Gummimischung erfolgt meistens direkt im
Extruder (Kaltfütterextruder), in dem sich eine Schnecke dreht. Die Schnecke fördert die Gummimischung durch ein Form gebendes Mundstück.
Kunststoffmaschinen Kunststoffe stellen in der heutigen Zeit einen sehr wichtigen
Werkstoff dar. Die Einsatzgebiete sind ebenso vielfältig, wie die verwendeten Kunststoffarten.
Kunststoffteile finden wir nicht nur in der Küche oder generell im Haushalt, sondern auch im Kinderzimmer als
Spielzeug oder als
Formteile im Auto.
Kunststoffe lassen sich in drei große Gruppen unterscheiden:
Thermoplaste,
Duroplaste und
Elastomere. Verarbeitet werden diese Materialien mit Hilfe von
Kunststoffmaschinen. Bevor ein Kunststoff verarbeitet werden kann, muss er zunächst erwärmt werden. Erst dann ist eine Formgebung möglich.
Eine besonders häufig angewandte Form der
Kunststoffverarbeitung ist das Spritzgießen. Mit
Spritzgießmaschinen werden die unterschiedlichsten Formteile hergestellt. So können beispielsweise kleine Kunststoffbolzen ebenso durch Spritzgießen hergestellt werden, wie auch große
Mülltonnen oder
Eimer.
Beim
Spritzgießen wird der Kunststoff der Maschine als
Granulat (bei Thermo- und Duroplasten) oder auch als Endlosstreifen (bei Elastomeren) zugeführt. Im Inneren der Spritzgießmaschine dreht sich eine Schnecke um die eigene Achse. Ihre Aufgabe ist es die Kunststoffmasse zu erwärmen, zu vermischen und zu fördern. Durch eine Vorwärtsbewegung der Schnecke wird die erwärmte Formmasse schließlich in eine temperierte Form, die man auch als
Werkzeug bezeichnet, eingespritzt. Die Schwierigkeit dabei ist, die Maschine so einzustellen, dass die Formmasse das gesamte Werkzeug ausfüllt. Ist die Formmasse erkaltet, das Werkzeug öffnet sich und das Formteil wird durch den Auswurf aus der Form entfernt.